Homöopathie bei Verletzungen einsetzen

Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell und umfassend die Globuli wirken – vorausgesetzt man wendet sie richtig an. Vor allem in diesem Bereich gibt es fast schon spezifische Mittel die mit gut angewendet werden können. Es lohnt sich wirklich, sich diese Notfallmittel gut zu prägen. Unter Umständen können Sie sogar Leben retten. In diesem Post werde ich Ihnen die wichtigsten Mittel sehr leicht einprägsam, ohne Umschweife, vorstellen. Denn wenn wir nur wenige, aber sehr wichtige Eigenheiten der Mittel kennen, können wir schnell genug reagieren. Gerade bei Verletzungen ist es sehr wichtig schnell zu handeln. Die besonderen Charakteristika der Mittel werde ich in einem gesonderten Artikel zusammenfassen

Allgemeiner Ratschlag:

Es hat sich als allgemein sehr günstig erwiesen, als Laie akute Verletzungen oder Unfälle immer mit Arnika zu beginnen. Arnika ist der „König der Verletzungsmittel“. Arnika ist das wichtigste Mittel bei Verletzungen jeder Art und hilft immer und wir gewinnen Zeit um das spezifische Mittel zu finden. Eine Gabe Arnica im richtigen Moment kann lebensrettend sein. Außerdem verhindert Arnika nach Verletzungen Entzündungen und Tetanus. Weshalb es auch als Vorbeugung vorzügliche Dienste leistet.

Akute Blutung:

Bei starken, akuten Blutungen nach Verletzungen oder Unfällen sofort den Notarzt alarmieren ! In der Zwischenzeit, bis Hilfe antrifft, können Sie bedenkenlos Arnika C 200 verabreichen. Geben Sie alle 5 Minuten Arnica C 200 Globuli auf die Zunge, jeweils 3 Globuli, bis die Blutung aufhört. Falls vorhanden kann die Potenz bei sehr schwerwiegenden Fällen erhöht werden. Also erst C 200, dann C 1000. Aber die C 200 reicht in den meisten Fällen schon aus bis der Notarzt kommt. Außerdem hat nicht jeder eine höhere Potenz als die C 200 zur Hand. Nur eine lebensgefährliche Verletzung rechtfertigt solch eine hohe Potenzgabe die über die C 200 geht. Vor allem, wenn es Laien anwenden.

Sturz auf den Kopf:

Hinweis: Beim Sturz auf den Kopf ist die Gefahr einer Hirnblutung gegeben. Auch wenn es von außen oft nicht sichtbar ist; sogenannte Sickerblutungen sind sehr gefährlich. Bei den Sickerblutungen sickert sozusagen das Blut sehr langsam aus den verletzten Gefäßen im Schädel und es entwickeln sich oft nur sehr langsam Hirndruckzeichen. In der konventionellen Medizin gibt es für solche Komplikationen leider keine Vorsichtsmaßnahme, der Patient wird manchmal nach der Untersuchung nach Hause geschickt weil kleinere Verletzungen der Gefäße im Gehirn nicht erkannt werden. Hier kann Arnica C 200 sehr wertvolle Dienste leisten. Bei Verdacht, vorbeugend gegeben, kann Arnica solchen Sickerblutungen entgegenwirken.

Ich verwende es immer wieder bei meiner Tochter, wenn sie sich ihren Kopf stärker gegen etwas stößt. Wir tragen immer ein Röhrchen mit Arnica C 200 mit uns. Man kann ja nie wissen. Ich bin mir sicher; würden mehr Notärzte bei Schädel-Hirn Traumata sofort Arnica in hoher Potenz verabreichen, so gäbe es sicherlich viel weniger Todesfälle. Bei einem schwerwiegenden Sturz auf den Kopf muss der Patient natürlich selbstredend intensivmedizinisch und notfallärztlich betreut werden.

Vorbeugung vor zu starker Blutung bei Zahnextraktionen und vor Operationen

Vor Operationen oder vor dem „Zähneziehen“ leistet wieder mal Arnica C 200 sehr wertvolle Dienste. Wenn Sie Furcht vor der Operation oder vor dem zahnärztlichen Eingriff haben: Nehmen Sie bitte 3 Kügelchen Arnica C 200 ein. Kurz vor und kurz nach dem Eingriff nehmen Sie dann jeweils noch einmal Arnica C 200 ein. Das verhindert eine zu starke Blutung und beugt Entzündungen vor. Die Wunde kann dann besser ausheilen. Hier möchte ich ein persönliches Beispiel anfügen: Vor geraumer Zeit ist mir ein Backenzahn abgebrochen. Beim Zahnarzt kam es zu Komplikationen, einige Wurzeln der Zähne blieben im Kiefer und der Zahnarzt musste sozusagen „tiefer rangehen“. Durch den ausgeübten Druck und dass immer wieder Krachen im Kiefer schlussfolgerte ich einen erheblichen Eingriff. Dies bestätigte danach auch der Zahnarzt. Vor dem Eingriff hatte ich Arnica C 200 eingenommen. Der Zahnarzt schrieb mir starke Schmerzmittel für daheim auf. Auch sagte er, ich müsse mich auf eine Schwellung der Backe gefasst machen und ich solle die Wangen mit Kühlakkus kühlen. Auch eine Verfärbung der Wange wäre sehr wahrscheinlich. Ich vertraute jedoch lieber auf Arnica. Nach dem Eingriff nahm ich noch einmal Arnica C 200 ein. Ich wollte am eigenen Leib die Wirkung von Arnika erfahren. Ich kühlte nicht, ich nahm keine Schmerzmittel ein. Es stellte sich nur ein sehr leichter Schmerz ein, nachdem die Betäubung richtig nachließ. Die Backe schwoll weder an, noch wurde ich grün oder blau im Gesicht. Ich war sehr erstaunt. Bei der Nachuntersuchung war der Zahnarzt über die „schnelle Genesung“ mehr als verwundert.

weiterer Hinweis:

Manchmal werden Schmerzen nach dem Zähneziehen durch Arnica besser, aber sie kommen zurück. Dann ist das Mittel Calendula C 200 besser angezeigt: Über Risswunden bei Dammriss oder bei Zahnexktraktionen schreibe ich noch einen gesonderten Abschnitt. Wenn die Schmerzen nach Operationen zurückkommen ist das Mittel Staphisagria C 200 die bessere Wahl. Es ist ein Spezifikum bei Schnittwunden. Aber darüber schreibe ich gesondert im Abschnitt Schnittwunden. Sollte das Gebiet – wider Erwarten – grün oder blau werden, können Sie 3 Globuli Ledum palustre C 200 einnehmen.

Stichwunden, Stichverletzungen

Das spezifische Mittel bei Stichverletzungen ist Ledum palustre. Dazu gehören Tierbisse, Verletzungen mit spitzen Gegenständen wie Nadeln, Nageln, Messer. Auch bei Insektenstichen hat sich das Mittel sehr gut bewährt. Die verletzten Körperteile können sich vor allem in den ersten 24 Stunden für Außenstehende kalt anfühlen. Nehmen Sie bitte Ledum palustre C 200 nach Bedarf ein. Immer 3 Globuli. Bei Stichverletzungen in nervenreichen Gebieten wie die Fingerspitze kann unter Umständen Hypericum C 200 besser wirken. Hypericum C 200 gilt als das Arnika der Nerven. Überall wo es viele Nerven gibt sollte diesem Mittel der Vorzug gegeben werden. Als erste Maßnahme ist jedoch Arnika immer möglich.

weiterer Hinweis bei Stichverletzungen:

Bei manchen Menschen entwickelt sich ein hartnäckiger Schmerz nach der Lumbalpunktion oder nach der PDA, z.B beim Geburtsvorgang. In solchen Fällen löst Ledum C 200 den langwierigen Schmerz. Auch bei Schmerzen nach Punktionen mit der Kanüle können Schmerzen zurückbleiben. Auch hier lohnt sich der Einsatz dieses wunderbaren Mittels. In meiner Praxis habe ich schon einigen Müttern nach langwierigen Schmerzen nach der PDA den Schmerz nehmen können. Auch bei allen Folgeerkrankungen die mit dem Stich zusammenhängen sollte man als erstes an Ledum denken.

Im zweiten Teil werden weitere Verletzungen behandelt. Die nächsten Notfälle die ich behandeln werde sind; Risswunden, Schnittwunden, Prellungen, Verstauchungen, Verbrühungen, Verschlucken von Gegenständen etc.

Lesen Sie auch die allgemeinen Richtlinien der Selbstbehandlung in diesem Blog

Homöopathie bei Verletzungen und Unfällen TEIL 1. Wie die Homöopathie bei Notfällen eine großartige erste Hilfe leisten kann

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